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Sich selbst motivieren in Zeiten wie diesen

Vieles ist ungewiss zurzeit. Die Maßnahmen, deren Sinnhaftigkeit wohl immer mehr angezweifelt wird und die inzwischen jedes gesunde Maß verloren haben, lässt viele von uns demotiviert, ängstlich und wütend zurück. Eine ungute Sache, denn nur durchs Tun kommen wir wieder in die Gänge und auf den eigenen Weg. Aber wie sich selbst motivieren, wenn die Perspektive verloren gegangen ist? Aus gegebenem Anlass durfte ich in meiner Eigenschaft als psychosoziale Lebensberaterin mit 20 Jahren Berufserfahrung einen Teil zur Radiosendung „Moment“ auf Ö1 beitragen, zum Thema „Eine Frage der Selbstmotivation“.

Eine Zeit lang nichts tun und „Couch-Potato“ spielen, sich vor dem Fernseher berieseln lassen und einen Gang zurückschalten, tut sicherlich mal ganz gut. Doch auf Dauer? Eine fehlende Perspektive lässt Gedanken aufkommen, so nach dem Motto: „Wofür soll ich mich überhaupt in Bewegung setzen, bringt ja sowieso nichts!“ Man kann sich mit der Zeit dann selbst zu gar nichts mehr motivieren, das kann ziemlich auslaugen. Manche sind dann so kaputt und energielos, dass sie sich nicht einmal mehr zu etwas aufraffen können, was ihnen eigentlich Spaß machen und ihre Akkus wieder aufladen würde.

Gerade jetzt allerdings können wir Energie, Ideen und Umsetzungskraft sehr gut gebrauchen. Wenn meine Klienten in der Beratung erzählen, sie könnten sich selbst nicht motivieren, frage ich sie, was sie zum Beispiel früher in ihrer Kindheit sehr gerne und vor allem von sich aus gemacht haben. Sie erzählen mir dann von Tätigkeiten, die sie mit Freude erfüllt haben. Der Gefühlszustand ändert sich genau in diesem Moment. Es verändern sich ihre Augen und damit die gesamte Ausstrahlung. Ja, genau dort möchten wir wieder hinkommen: ins freudige Tun. Begeisterung ist ein toller Motor und Motivator, um sich selbst wieder zu motivieren.

Radiosendung „Moment“ auf Ö1 zum Thema „Eine Frage der Selbstmotivation“. Hier nachzuhören über die ORF-Radiothek, vom 5.5. bis 11.5.2020

Wie motiviert man sich selbst mit NEURODINGS®


Wenn ein Bereich gerade oder schon länger nicht funktioniert, dann am besten mal „Urlaub vom Thema machen“ und sich gedanklich etwas völlig anderem widmen. Etwas tun, was Spaß macht. Auch wenn oder gerade weil die eigene Stimmung eben nicht spaßig ist, sondern eher düster. Durch neurokreatives Tun und Freude dabei ändert sich die eigene Ausstrahlung und man kommt oft ganz unverhofft auf neue Ideen. Man kann sich dann wieder besser selbst motivieren, das Richtige zu tun.

Das Thema „Angst“ ist jetzt gerade sehr aktuell. Mein neues Buch widmet sich genau diesem Thema und was mit unserem Gehirn passiert, wenn sie zu viel wird. Mit neurokreativem beidhändigem Zeichnen lassen sich die Angst-Neuronen im Gehirn austricksen. In meinem Buch „NEURODINGS Tausche Angst gegen Selbstvertrauen“ gibt es eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man sich selbst wieder aus der Angstspirale herauskatapultiert. Denn eines ist klar: Angst blockiert nicht nur das Denken, sondern schwächt auch das Immunsystem.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Angst einen so ziemlich lahm legen kann. Und das ist dann eher das Gegenteil von motiviert. Zur gleichen Zeit Angst haben UND gute Ideen und Lösungen für Probleme, das ist gehirntechnisch nicht möglich. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wenn das Gehirn mit kreativen Prozessen beschäftigt ist, nicht so viel Platz und Zeit für Angst ist. Beim neurokreativen Zeichnen mit NEURODINGS® wird zum Beispiel ein negatives Gefühl mit beiden Händen durch Linien aufs Papier gekritzelt. Das tut schon mal sehr gut. Danach werden die Linien nach bestimmten Schritten umgeformt. Veränderung kann beginnen – zuerst am Papier und dann im Leben. Wer es ausprobiert hat, berichtet von der angenehmen Ruhe die sich in einem selbst einstellt, begleitet von einem zufriedenen Gefühl. Es gibt auch spezielle Zeichenabläufe für Motivation, Ziele, Beziehungsbalance, Selbstvertrauen und vieles mehr.

Und das Wichtigste: Es ist Hilfe zur Selbsthilfe, die jeder für sich im Bedarfsfall anwenden kann. Es entsteht ein sehr individuelles Bild, so wie auch jeder Mensch etwas Besonderes ist. Durch neurokreatives Zeichnen kommt man sehr rasch zur inneren Ruhe und Mitte. Von dort aus hat man wieder besser den Überblick, kann sich selbst motivieren und trifft die richtigen Entscheidungen.

Der Deal mit dem inneren Schweinehund

Für mich persönlich ist Freude am Tun ein sehr großer Motivator. Das Interesse für Personen, Dinge und Abläufe ist bei jedem Menschen angeboren. Als kleines Kind ist man von sich aus sehr rasch zu begeistern, wenn man experimentieren und ausprobieren darf. Je mehr Motivation von innen kommt, desto weniger powert man sich aus und desto authentischer ist man. Kommt der Beweggrund, etwas zu tun, hauptsächlich von jemand anderem, von der Außenwelt, dann ruft das viel eher den inneren Schweinhund auf den Plan, wenn es mal nicht so gut läuft. Der durchkreuzt dann das Vorhaben, sich selbst zu motivieren.

Man könnte mal beobachten, in welchen Situationen sich der eigene innere Schweinehund am ehesten breit macht. Für mich zum Beispiel ist es schwierig, mich selbst zu motivieren, wenn ich zu viel Zeit mit etwas verbringen muss, das mir nicht liegt. Wie zum Beispiel, wenn die EDV und Technik wieder nicht so funktioniert, wie sie soll, ich sie aber für meine Arbeit, die mir sehr große Freude bereitet, brauche. Dadurch bleibt dann anderes liegen und es kommt insgesamt sehr viel zusammen. In solchen Fällen ist der innere Schweinehund manchmal ziemlich mächtig. Und wenn etwas zu viel und zu groß erscheint, tendiert der Mensch dazu, eher gar nicht erst anzufangen und es stellt sich zusätzlich auch noch chronische Verschieberitis ein.

Dann ist es höchste Zeit für einen Perspektivenwechsel und einen Deal mit dem inneren Schweinehund. Ich plane in solchen Fällen dann kürzere Aktivitätszeiten und mehr Pausen ein. Ich lege mir kleine To-do-Häppchen zurecht, mache mir bewusst, was unbedingt erledigt werden muss oder was ich eventuell abgeben kann. Vor allem gestalte ich meine Pausen mit kreativem Tun mit NEURODINGS® oder entspanne ein paar Minuten in meinem Hängesessel. Oder beides zugleich. Meist legt sich der Schalter im Gehirn dann wie von selber um und der Schweinehund weicht wieder der emsigen Biene, sehr oft begleitet von einer guten Idee. Und damit kann ich mich selbst wieder motivieren, schöpfe Energie und Kraft und erledige meine Aufgaben besser und rascher und vor allem wieder mit Freude.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es umso wichtiger, nicht im regungslosen Nichtstun zu versumpfen, sondern im Tun zu bleiben. Und wer weiß, vielleicht entdeckt man die eine oder andere Tätigkeit, die einem Freude bringt. Für eine Zeit lang ganz unabhängig von den Geschehnissen im Außen, etwas abgeschottet von den vielen Wirrnissen und Unsicherheiten, wieder zu sich selbst zurückkehren. Klar, gestärkt und selbstbewusst lässt es sich besser durch Krisen kommen. Daher nimm den Stift in die Hand und lege neurokreativ los. Verändere etwas – zuerst auf Papier und dann im Leben. Mach dein Ding!

 

Der nächste NEURODINGS®-Grundlehrgang startet am 18.6.2020 im WIFI Linz

Der nächste NEURODINGS®-Online-Lehrgang startet als Einzelunterricht am 13.5.2020

Bei Fragen zur Methode, zu Büchern oder Lehrgängen wende dich gerne an uns:

Mach dein Ding!

Alles Liebe,

Sylvia Grübl

Begründerin NEURODINGS®

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